,

01.04.2022 - Eclat Schauspiel

Theaterstück: Meier Müller Schulz oder Nie wieder einsam
Datum: Freitag, 01.04.2022
Türöffnung: 19:00 Uhr
Beginn: 20:00 Uhr
Eintritt Normal: CHF 28 
Eintritt Liebhaber*Innen: CHF 38
Eintritt Studenten, IV, Kulturlegi: CHF 18
Vorverkauf: eventfrog.ch & Volksstimme in Sissach
Abendkasse: Barzahlung

Das Ensemble 
Das Eclat Schauspiel wurde 2016 von Manuela Glanzmann gegründet. Mit dem Stück "Patrick anderthalb" bespielte das Gründungsensemble erfolgreich die Bühne des Kellertheaters Delly in Solothurn. Im Jahre 2018 folgte die Inszenierung der Geiselfarce "Meier Müller Schulz oder nie wieder einsam" von Marc Becker. Die Geiselfarce erlebte 2009 ihre Uraufführung im Staatstheater Oldenburg. Manuela Glanzmann hat das Stück für das Eclat Schauspiel ins Schweizerdeutsche übertragen. Mit dem Schauspielteam Barbara Schärer, Roland Kurz und Adrian Plattner hat die Theaterpädagogin und Regisseurin die ideale Besetzung für ihre Bearbeitung gefunden. Die ausverkauften Vorstellungen und die Einladung zu "Kultur sieht pink" zeigten, dass Eclat Schauspiel den Nerv der Zeit und Gesellschaft trifft. 
  

Das Stück   "Die Einsamkeit ist die liebste Gespielin des Wahnsinns"  Walter Moers  
In Meier Müller Schulz oder nie wieder einsam widmet sich Marc Becker einem gesellschaftlichen Massenphänomen; der Einsamkeit. Was tun, wenn organisierte Isolation zu einer Zwangslage führt und Einsamkeit überhandnimmt?Wie wäre es, wenn man sich in dem Falle einfach und auf offener Straße ganz spontan einenMitmenschen klaut? Herr Meier ist ein Großstadt-Single, dem sein Alleinsein zu schaffen macht. Kurzerhand entführt er – einfach so - Herrn Schulz und hält ihn sich als persönliche Geisel, um Gesellschaft zu haben. Als jedoch die Nachbarin Frau Müller unerwartet vor der Tür steht, bringt sie Meier in Erklärungsnot und weckt in Herrn Schulz die Selbstreflektion zum Thema „Worum geht´s eigentlich wirklich“? – Es entspinnt sich eine Dreiecks-Farce mit immer wieder neuen komisch-grotesken Handlungen der ganz besonderen Art bei denen Wahnsinn und Wahnwitz nah beieinander liegen, denn Einsamkeit hat viele Gesichter. 

Die Satire gönnt sich keine Minute Pause…
Marc Becker vereint in diesem Theaterstück mit Wortspielen gespickte Dialoge und Situationskomik zu einer Farce, die selbst in ihrer Ernsthaftigkeit noch lustig ist. Besonders Herrn Meier und Frau Müller legt er die ganze Bandbreite philosophisch-melancholischer Klagen in den Mund: die Einsamkeit, die Sinnlosigkeit des menschlichen Daseins, das Unverständnis über einen fehlenden Partner, und wieder die verdammte Einsamkeit. Komplettiert wird das Trio durch den ruhiger auftretenden Herrn Schulz, der dem Publikum immer wieder mit einem einzigen passenden Wort oder auch nur einem Blick seinen trockenen Humor vor die Füsse wirft.   …gerade weil das alles eigentlich überhaupt nicht zum Lachen ist.   Die Farce behandelt ein Thema von hoher gesellschaftlicher Relevanz: Die Vereinsamung im wahren Leben, Beziehungsunfähigkeit trotz oder durch zunehmender Präsenz in sozialen Netzwerken. Lieber allein als in schlechter Gesellschaft“ scheint sich zu einer weit verbreiteten Philosophie entwickelt zu haben.   Dass dies auf Dauer nicht funktionieren kann, weil es dem tiefen menschlichen Bedürfnis nach Liebe und Geborgenheit entgegensteht, hat Herr Meier längst erkannt. Mit seiner radikalen Methode der Partnerbindung setzt er im Verlaufe der Geschichte einen Trend, wie spätestens deutlich wird, als er das Radio einschaltet...   So macht man das also: Wenn es nicht klappt mit der Liebe, einfach jemanden bei sich zu Hause einsperren. Früher oder später wird es ihm dort schon gefallen.